Sep 2006

Die erste Woche

Es wäre wohl etwas arg verwegen jetzt schon von Unterricht zu sprechen. Tatsächlich haben wir erstmal Einführungen gehabt. Interessanterweise laufen sie deutlich anders ab als in Bremen. So bekommen wir für jede Veranstaltung ein Unit Guide mit allen wichtigen Information. Also auf welche Bücher wird sich bezogen, wie kontaktiert man die zuständigen Leute, was ist Ziel der Lehreinheit, wann sind wichtige Termine (außer Klausurtermin), wie werden die Hausaufgaben gewertet und wie die Klausur...
Kurzum sollte man nach der ersten Veranstaltung alles wissen außer was exakt in der Klausur dran kommt.
Die Profs sind wie erwartet, sprich locker eingestellt, witzig und hilfsbereit. Klar sie sind direkt an der Kundenfront und müssen für einen Guten Ruf der Universität sorgen. Na dann schauen wir mal wie es am ende des Semester ablaufen wird.
Dafür haben wir jetzt schonmal unsere ersten Hausaufgaben bekommen. Beginnend von einigen Papierkrieg auch einige Sachen die tatsächlich mit in die Noten eingehen.
Auch müssen wir jetzt beginnen unsere Logbooks zu führen (sind in einer Klausur zugelassen) was heißt einige Sachen sauber abzuschreiben zu müssen.
Entgegen der Aussage das die ID Karten nur Zwei Tage zum erstellen brauchen habe ich meine erst nach einer Woche bekommen.... allerdings ob die so richtig ist weiß ich auch noch nicht. Obwohl wir Erasmus Studenten alle nur 2 unterschiedliche Kurse belegen haben wir drei verschiedene Kursnummern. Ob und wieweit das von Relevanz ist werden wir kommende Woche vermutlich klären können.
Was gibt es den sonst noch neues zu berichten?
Ach unsere Flurbeleuchtung wurde endlich erneuert. Nachdem wir schon beim Einzug bemängelt haben das sie teilweise nicht an geht, war sie für einige Tage komplett aus (Sicherung draussen und Notakkus leer).
Anfang nächster Woche werden dann auch endlich die Hitze Melder in den Zimmern und Rauchmelder auf den Fluren erneuert die teilweise nur noch an ihren Drähten festhängen.
Interessant ist die Reihenfolge der Reparaturen. Zunächst meine Leiste unter dem Schrank irgendwann die Fußleisten im Flur und zu guter letzt die Beleuchtung... Jaja das Wichtigste immer zuerst.
Als dickes Minus ist hingegen eine Androhung unserer Haus Manager zu werten. Nach der Renovierung wurde beim Großteil der erneuerten Badezimmer eine lange liste an Mängeln festgestellt. Gerüchten zu folge bei gut 80% der neuen Badezimmer (die pro Bad schon ca. 1000 Pfund, für die Renovierung, kosteten).
Bei mir wurde, wie schon geschrieben, der Ablauf ausgetauscht. Damit das Wasser nicht zwischen Linoleum und Zement laufen kann. Scheinbar war dies aber ein Fehler, denn nun kann ich mich über ein ausgiebig gepolsterten Boden im Bad freuen. Gut ein viertel des Bodens ist inzwischen "unterspült", Tendenz wachsend. Die besagte Drohung bezieht sich nun auf die Nachbesserungen die bedeuten das die Nutzer solcher Bäder für 2-3 Tage umziehen müssen. Die Offenen Fragen sind warum, wann und wohin?!
Im Wohnheim sind keine Zimmer mehr frei. Ordentliche Handwerker machen so etwas an einem Tag pro Bad und müssen dafür nicht mit Vorschlaghammer rumhantieren..... ganz davon abgesehen das sie auch nicht so rumgefuscht hätten.
Schaun was mal was draus wird.

Erster Besuch

Schön zu sehen das man nicht ganz auf sich gestellt ist. Also ich meine jetzt nicht wirklich als Individuum sondern als Gruppe von Londoner ESTI Studenten.
Ein langjähriger Kommilitone hat sich entschieden einen kurzen Zwischenstop in London einzulegen. Zunächst zweifelte ich noch an der Sinnhaftigkeit eines solchen Besuches. Also Besuche sind ja immer was nettes, vor allem wenn man sich vorher schon drauf freuen kann.
Nur macht es einen Unterschied zuhause in Bremen oder hier in London besucht zu werden?
Als er dann heute anrief war ich mehr als nur positiv überrascht. Klar war es ein Abend unter Freunden, aber alleine die Idee den "Neuen" Studenten unbewust auf diese art noch einmal Motivation zu geben finde ich gut.
Es ist eine Sache jemanden auf einer Exkursion zu erleben oder nach dem Auslandssemester, z.B. auf einem Treffen, zu sehen und Erfahrungen auszutauschen. Es ist aber schon ein deutlich anderes Erlebnis wirklich hier Vorort in der Situation als Neuling zu gelten ein vertrautes Gesicht zu sehen und erste Erfahrungen auszutauschenund Tips zu bekommen.
Ich wurde schon häufiger gefragt wann ich das erste mal das Gefühl hatte/habe in London zuhause zu sein.
Nicht wie erwartet beim Waschpulver kaufen, der ersten Übernachtung im Wohnheim, dem ersten Gang zu Schule oder sonst was. Häufig gereist wie ich bislang schon bin, war es bislang eher wie eine etwas strukturierte und organisierte Urlaubsreise. Auf dem Rückweg vom Treffen heute war es soweit. Die Erkenntnis das sich Leute bewusst die Mühe machen mich hier zu erreichen und zu besuchen, auch wenn es nur ein Abstecher war, dass schuf ein Gefühl von "Jetzt bin ich hier zuhause!".
Ich hoffe das ich nicht einer der letzten Studenten war dem es so ergeht. Ich für meinen Teil möchte jedenfalls versuchen mindestens unser direkt nachfolgenden Studenten-Generation ein ähnliches Erlebnis zu bereiten.
Eventuell ist es wirklich eine gute Idee als schon bestandener LSBUler irgendwann zwischen dem Beginn des eigenen neuen Semesters in Bremen und der Traditionellen März Exkursion, die Londoner Studenten zu besuchen.
Vielen Dank nochmals deiner Frau und Dir für diesen Besuch!

Das Zimmer

Sooo gestern am nachmittag war wieder nen Feueralarm in einem der Nachbarblöcke. Nur mal so zur Info wir sind jetzt also schon beim vierten angelangt :-/
Nun schnack ich hier die ganze Zeit über das leben hier, aber die wichtigsten Sachen lasse ich außen vor.
Komme ich in diesen Posting also mal zu meinem Zimmer im McLaren House. Alle sind hier flächentechnisch ungefähr gleich groß, allerdings unterscheidet sich doch der Zuschnitt recht stark voneinander. Der Einfachheit halber nehme ich mal meins zum beschreiben.

Mein Zimmer

Jedes Zimmer ist Serienmäßig ausgestattet mit einem Kleiderschrank, einem Schreibtisch, relativ kleinen Bücherschrank, Pinnwand und einem Bett.
Das Bett besteht aus einem Massiv geschweißten Rahmen mit Drahtgitter und einer sehr harten Matratze im Kunststoffbezug.
Meine erste Anschaffung war also erstmal ein ordentlicher Bürostuhl.
Zudem gibt es noch ein Badezimmer pro Zimmer. Klo, Klobürste, Waschbecken, Duschkopf und Duschvorhang sind hier die Ausstattung.
Im höchsten gerade gewöhnungsbedürftig ist, dass die Dusche über keine Wanne verfügt.
Die Dusche
Sprich wenn man die Dusche einschaltet und nicht drunter steht spritzt das Wasser bis es vom Vorhang zurück gehalten wird und läuft dann über den gesamten Boden bis schlimmstenfalls ins Schlafzimmer. Da der Bodenablauf über kein herausnehmbares Sieb verfügt und nur durch acht umgebogene Drähte "filtert" sollte man sich also schnellstens ein geeignetes Flusensieb kaufen. Anderenfalls droht Verstopfung oder der Verlust von Wertsachen.
Genau so nervig ist die Armatur. Eher geprahlt als zutreffend. Es ist nur ein einzelner Drehknauf mit dem man die Temperatur einstellen kann, nicht aber das Wasservolumen.
Auch das neben der Toilette ein kleines Rohr aus der Wand kommt wo gelegentlich Wasser herausströmt (Überlauf des versteckten Spülkastens) sollte einem vor dem Einzug erklärt werden.
Zu diesem Jahr war zudem eine Firma damit beauftragt die Böden zu erneuern. Die ganzen Badezimmer sind Metallwannen die mit Zement gefüllt wurden. In den alten Badezimmern finden sich noch Fliesen auf dem Boden. Der besseren Wasser Dichtigkeit wurde in den sanierten Badezimmern ein Linoleumboden verlegt. Allerdings scheint die Firma sehr auf ihren Profit geachtet zu haben. Laut aussagen des hiesigen Klempners muss er fast an jedem Bad was reparieren.
Wer bessere Bilder haben will kann mich über die üblichen Wege erreichen. Zur not können auch sonderwünsche aufgegeben werden ;-)

Regen (Enrollment)

Heute ist das erste mal das es hier wirklich Bindfäden regnet seitdem ich jetzt hier bin, eigentlich sogar das erste mal das es den ganzen tag nur regnet. Dafür steht die Luft in unserem Flat und ich bin glücklich nen Lüfter dabei zu haben. Mein Tip: Einen 30cm Schreibtischventilator mit in den Koffer packen. Ideal um einen kleinen Nachtrag zu gestern zu fabrizieren.
Also gestern war unser erster entschiedener Tag in der LSBU. Im Gegensatz zu den bisherigen Vermutungen war das Enrollment (also das offizielle finale Anmelden) Nicht Montag sondern gestern (Donnerstag). Seltsam das es nur nirgendwo stand. Auf unseren temporären Ausweisen stand etwas vom 20.Sep und es war zudem der falsche Studiengang. Laut International Office wurden alle Erasmus Studenten da eingetragen. Bei dieser Rücksprache erfuhren wir dann auch wo man erfährt wann das eigene Enrollment ist (Übersicht). Natürlich war das auch nicht so ganz richtig. Wir sind also erstmal in unser Gebäude gewandert und das freundliche Sicherheitspersonal hat uns dann gesagt wo wir hin müssen. Auf den Weg dahin trafen wir unsere anderen Bremer Kommilitonen. Im Raum angekommen stellte es sich raus das wir im falschen Raum waren. Wir wollten ja nicht ins erste Jahr sondern ins Finalyear. Hier half uns die Exkursion im März doch schon etwas, denn einigen zuständigen schien das ein oder andere Gesicht doch noch bekannt vor zu kommen.
Endlich im richtigen Raum angekommen Trafen wir auch auf einige andere Deutsche (aus Reutlingen und München). In beiden Städten scheint es wohl auch eine Art Austausch Programm zu geben. Allerdings nicht ganz so wie bei uns.
Bei dieser Gelegenheit bot sich dann auch der erste Anlass zu grübeln. Immer wieder war die rede vom "guy, from bremen, who is always singing". Irgendwann war klar welcher unserer Profs gemeint war, aber bei uns ist er ja nicht als solcher bekannt.
Nach einer etwas ausgiebigeren Einführung in die allgemeinen Gegebenheiten in den hiesigen Schulischen Ablauf mussten natürlich auch die ganzen Formulare von Pontius zu Pilatus getragen werden.
Für Fragen stehen ein übrigens auf dem Gesamten Gelände "Student Ambassadors" zur Verfügung die ein helfend zur Hand gehen. Es sind Studenten die hier ihr Finalyear vor sich haben und schon einige Erfahrung mit den hiesigen Stolpersteinen gemacht haben. Erkennbar sind sie an einer Blau/Lila Schärpe mit entsprechender Aufschrift.

Gewächshaus
Hier bewahrheitete sich dann vor was uns immer alle gewarnt hatten. Viel laufen und langes Warten. So waren wir ja noch ziemlich gut gelaunt als wir in einer der neuen Mensen, im Gewächshaus warten mussten.
Aber von dort ging es dann nicht etwa zum nächsten Fachpersonal sondern zur nächsten Warteschlange den ganzen weg in die Sporthalle.
Sporthalle

Dort angekommen erfuhren wir dann das wir doch alle Formulare ausfüllen mussten, anstatt dies machen zu können waren wir dann aber schon in der Situation den Personal erklären zu müssen das wir weder etwas zahlen wollen (Erasmusprogramm) noch im ersten Jahr anfangen wollen. Jeder hatte irgend eine Kleinigkeit die anders gelaufen ist als bei den anderen.
Zum Schluss mussten wir dann nochmals Bilder für unsere ID Karte machen lassen. Diese werden wir dann wohl Montag oder Dienstag abholen können.

Und wieder ausgesperrt

Nein nicht den Schlüssel vergessen oder etwas in der Art. Es war mal wieder ein Feueralarm. Zum glück sind wir gerade vom shopen zurück gekommen und mussten nur ein paar Minuten warten. Interessant ist aber das bei einem Feueralarm der Haupteingang verriegelt wird und man weder ins Gebäude noch aus dem Gebäude kommt. Dumm nur wenn man im Windfang steht, außer Scheibe einschlagen gibt es kein entkommen.
Inzwischen hat sich auch rausgestellt was bei den letzten zwei Alarmen passiert ist. Der erste war wohl als Streich gedacht oder entstand aus langer weile. Der zweite hingegen ist auf eine vergessene Pizza im Backofen einer befreundeten WG zurück zu führen gewesen.
Bei der Häufigkeit der Feueralarme ist es nur eine Frage der Zeit bis sich keiner mehr drum kümmert. 

Welch Lärm weckt mich?

Verdammt kling doch tatsächlich so als wenn mein Lüfter kaputt ist und der mich aus dem schlaf weckt.
Warum lass ich den Rechner auch über nacht laufen?
Hm aber der Lüfter blinkt nicht auf die Art.
Na toll 6 Uhr am morgen und alles was ich höre ist der schwere Diesel er Feuerwehr unten im Innenhof.
Verdammte Studenten! Nichtmal ausschlafen kann man hier.
Die anderen Leichtbekleideten Kommilitonen unten im Hof scheint es genau so gefreut zu haben und wieder ist eine 5´er WG fällig, diesmal aber am anderen ende der Wohnanlage.
So mal schauen ob ich noch nen bissel Schlaf bekomme.

Kochen: Kontinent vs. "die Insel"

Tja da soll nun jeder selbst entscheiden wer besser kochen kann oder woran es sonst liegen könnte.
Zunächst war die Welt ja noch in Ordnung. Zwei unsere Französischen Mitbewohner haben sich entschlossen gemeinsam zu kochen. Kurzerhand wurde also entschieden das wir alle zusammenscheißen und das selbst gemachte "Purée" etwas aufwerten könnten. Kurzerhand wurde der gesamte Bacon und ein Teil des Ham Vorrates geplündert. Dazu noch eine Gemüsekollektion entwendet. In guter alter Bremer Mensa Tradition wurden dann noch ein paar Eier geopfert und zu einem Omelett verfremdet.
Der Kontinent kocht
Nach diesem doch sehr sättigendem Essen entfiel dann für einige der beteiligten der eigentlich geplante Ausflug in die Student Union.
Da fällt unser Britinnen Geschwader in die wohl geführte Küche ein und versucht das kochen. Unsere zwei Damen, tatkräftig unterstützt von einer Freundin und einem Freund. Das er das schöne Stück Fleisch erstmal in einer Teflonpfanne mit einem Messer traktiert und dazu meint "just to get those blood out" war ja die eine Sache, sich das ganze dann mit nen riesigen Haufen Ketchup aufs Toast zu hauen und zu meinen das wäre ein Steak Sandwich...
Nunja wer mich kennt weiß was ich von solchen Opfergaben halte. Der Höhepunkt wurde allerdings erreicht als die drei Damen versuchten Nudeln, mit "Napoli" und frittierten Knoblauch, zu kochen. Die Insel Versucht es auch
Da wir glücklicherweise schon entschieden hatten abzuspülen konnten wir den Tatort des Grauens schnellstens verlassen.

Handwerker

Ich liebe sie. Sie kommen immer zur falschen Zeit. Da hofft man ein bischen ausschlafen zu können und dann steht um 9:30 einer vor der Tür um den Schrank zu reparieren. Zwar war nur die Fußleiste ab, aber auch sowas muß mal gemacht werden. Nur fehlt mir jetzt nen bissel Platz meine Schuhe abzustellen. Naja und das mit dem Ausschlafen hat sich auch erledigt :-(

Ist das nen Alarm?

St. James´s Park
Da wollten wir den heutigen Tag mal so richtig entspannend angehen lassen. Geplant war ausschlafen bis der Arzt kommt. Gefolgt von einem kleinen Picknick in einem der vielen Parks und dann in die Student Union einkehren,
Gesagt getan. Wir haben uns also entspannt (so gegen Mittag) aufgemacht und uns ein sonniges Plätzchen im St. James´s Park gesucht. Nach einer ausgiebigen Rast sind wir dann in den Hyde Park gezogen und haben da die Sonne weiter genossen.
Schon interessant was dort alles so an Menschen unterwegs ist.
Als sich die Sonne so langsam dem Horizont nährte haben wir uns dann doch entschieden zurück lieber mit dem Bus zu fahren. Freundliche Busfahrer gibt es genau so wie unfreundliche. So wird man mal kostenlos eine Haltestelle mitgenommen weil der Ticketautomat defekt ist. dafür fahren andere Stumpf in der zweiten Spur und verstecken sich hinter einem anderen Bus.
Dafür war es in der Student Union um so besser. Allerdings hat die zweite Etage noch geschlossen, aber das soll sich laut aussage eines ihrer (unserer) Vertreter auch kommende Woche ändern. Ist schon interessant das Studentenvertretungen nicht nur eigene Radio/TV Sender (O.K., "nur" Streaming, aber immerhin!) betreiben können sondern auch eigene Diskos.
Tja und als es dann soweit war in das nächste Pub zu stratzen haben wir noch nen kleinen Umweg getätigt und haben die anderen Verlorne.
Kein Problem nen Bier bekommt man hier in einigen Shops die auch noch etwas länger offen haben. Und wie sich im Wohnheim herausstellte war es auch die interessanterer Idee.
Feuer Alarm
Kaum angekommen und das Bier in der Hand erschallte ein seltsam vertrauter, aber unvertraut leiser, Klag. Kurz darauf gingen die ersten Leute zum Sammelplatz. Das war es also ein Feueralarm. Interessanterweise war er aber nur durch die offenen Fenster zu hören. Rasch sammelten sich auch die Sicherheitskräfte, kreisten unsere Mitbewohner ein und fingen jeden der seine Nase vor die Tür steckte oder in das Gebäude wollte ein. Die Feuerwehr rückte an und unverrichteter Dinge wieder ab. Ein Fehlalarm! Nicht des so trotz mussten die Mitbewohner noch eine ganze Zeit draußen verweilen, insbesondere die des betroffenen Hauses. Hier wurden die Leute aus dem Betroffenen Flat aussortiert und in kleiner Runde noch einmal mit ihnen gesprochen. Nachdem die Sache vermeintlich Vorbei war rückten noch 4 Polizisten an... O.K. ein Polizist und drei Polizistinnen (wie ist eigentlich die weibliche Form von Bobbie?). Vollausgerüstet machten sie eher einen Eindruck als wenn sie alles andere als amüsiert waren. Alles in allen hat die Sache locker eine Stunde gedauert die wir uns genüsslich mit dem gekauften Becks in der Hand aus unserem Küchenfenster angeschaut haben.

Erste Veranstaltungen

Gestern war der Tag der ersten Veranstaltungen. So am 10 ging es los mit verschiedenen Gruppen die sich vorstellten und ihre Hilfen Anboten. Ein Teilnehmer des HOST Programms war auch da und berichtete welche Vorteil es hat die einheimischen Familien zu besuchen. Die Student Union wurde von gleiche mehreren Leuten vertreten. Hier sollte sich unser AStA mal nen gutes beispiel dran nehmen, man muß ja nicht gleich mit nem eigenen TV und Radio Sender auftrumpfen, aber zumindestens mal ein paar abgesante etwas sinnvolles erzählen lassen sollte drin sein. Selbst das danach überaus reichhaltige Büfett muß ja nicht nachgemacht werden. Dies wurde von einigen Bewohnern dieses Flats auch gleich genutzt um sich langfristig mit Essen einzudecken.... und es war immer noch tierisch viel übrig!
Im Anschluss konnten auch gleich Konten bei der NatWest beantragt werden. Klar das wir dies gleich gemacht haben.
Als es dann um 16Uhr zum London Eye ging (auf kosten der LSBU!) konnte dann nochmals ein ausgiebiger Blick über London geworfen werden.

Er kam sah und klempnerte

Jaja da denkt man schon man hätte alles erledigt. Mein Klempner der schon den Zement aus der Lampe im Bad geholt hat und mein Waschbeckenablauf gereinigt hatte, war gestern wieder da. Entgegen meiner Vermutung das mein Bad nen Leck hat und beim Duschen das Wasser an zwei stellen in den Flur läuft aber ein Riesen Tross von Leuten (Managerin, Klempner, Verantwortliche für den Umbau...) kam zu den Schluss das es sich in Wirklichkeit um einen nicht dichten Abfluss der Toilette aus dem Nebenzimmer handelte. Zumglück wohnt da keiner und so handelte es sich wirklich nur um Wasser. Bei der Gelegenheit wurde mir auch erklärt das es sich um die kleine Öffnung neben dem Klo um einen Überlauf der WC Spülung handelt und es normal sein soll wenn da Wasser raus kommt.
Zurück zum Klempner. Der Arme muß im ganzen Haus die Scheiße ausbessern die ihm die Beauftragte Firma hinterlassen hat. Fast in jeden Renovierten Badezimmer (erkennbar an dem Kunststoffboden statt der Kacheln) sei irgendwas faul. Entweder sind die Böden nicht so, dass das Wasser in den Ablauf fließt (übrigens nicht zu reinigen und auch keinen Filter, eine Verstopfung ist also vorprogrammiert!) bis hin zu solchen Sachen wie bei mir.
Ich glaub beim Nächsten besuch bekommt er nen Kaffee von mir ;-)

Was? Schon hier?

So und nun mal das erste offizielle Londoner Posting!
Jaja eigentlich wollte ich es ja machen sobald ich Internet habe, aber mit kam so das ein oder andere dazwischen. Warum auch nicht, ich bin ja auch hier im was zu erleben!
Nach zwei doch recht anstrengenden Nächten im Hotel war am 12. wie erwartet Einzug ins Wohnheim. Nicht erwartet waren allerdings wir ;-) zu mindestens mussten wir ne gute Stunde warten und das hiesige Personal war nen bissel arg verpeilt. Egal!
Nachdem ersten Umschauen in der Butze mußte dann natürlich das Pflichtprogram erledigt werden. Schadensmeldungen machen... selbst schuld die Dame sagte ja wir sollen jede kleinigkeit aufschreiben. Gesagt getan. Eigendlich ham wir überall "Damaged" angestrichen, ob verbeulter Mülleimer, Kratzer auf dem Spion bis hin zur Abgeplatzten Farbe an der Wand oder Lockeren Rauchmeldern. Irgendwann beschlossen wir einfach Fotos zu machen. Beim übergeben der Unterlagen an die besagte Dame schaute sie nur leicht verdutzt und fragte ob sie wirklich gesagt hat "Write down anything!".

Was fehlt den noch?

Es ist doch einfach zum kotzen. Da will man nen gutes Jahr woanders hin und nimmt seinen halben Hausrat mit. Hier ne Kleinigkeit und da noch was.... und plötzlich ist die Kiste voll. Aber womit eigentlich? Braucht man das wirklich? Kann man das nicht auch vor Ort kaufen? Naja nimmt man es halt mit. Natürlich wird man am Schluss feststellen (auch schon beim Packen) feststellen das man was vergessen hat. So ist halt das Leben.
Aber das ist ja nichtmal das Schlimme. Der ganze Krams muß ja auch dahin geschickt werden. Also erstmal nen günstigen Versand raussuchen. GLS bietet sich hier an. Die haben maximal 40 Kilo Pakete für 25 Euro. Die Post verlangt da mehr für deutlich weniger. Aber man sollte auch auf die Größe der Kisten achten. Meine Kisten wiegen alle so knapp unter 30 kg. Lieferzeit sollen 3 Tage sein..... ich glaub nicht dran.

Ist das alles so richtig?

Tja es scheint ja jeden irgendwann so zu ergehen. Mal überlegt man sich ob es die richtige Entscheidung war nach London gehen zu wollen, mal weiß man das es die richtige Entscheidung ist.
Ich habe mich mit einigen Freunden und Kommilitonen darüber unterhalten ins Ausland zu gehen. Alle meinten das es eigentlich eine Super Erfahrung gewesen ist und man als anderer Mensch wieder kommt. Naja kleine unschöne Sachen gibt es immer wieder mal aber wie gesagt im großen und ganzen soll es eine schöne zeit sein.
Kurz um ich weiß nicht ob ich mich drüber freuen soll oder eine leichte furcht davor haben soll. Schließlich verlässt man ja die vertrauten Gefilde nicht nur in eine andere Stadt, sondern gleich in eine schon deutlich andere Gesellschaft.
Für nen Rückzug ist es auf jedenfalls zu spät und Lust einen zu machen hab ich auch nicht.... überhaupt mit so was werd ich überhaupt nicht erst anfangen. Das wird jetzt durchgezogen!